Champion Al Capones Tina Turner
- Geb: 16.04.2009
- ca. 19.35 Uhr
- Geburtsgewicht: 115 g
- Farbe: NFO fs 09 / schildpatt smoke weiß
- Vater: EC DK*Don Quijote Felis Jubatus
- Mutter: GIC D*Snofjell`s Cira
- HCM: wenn alt genug (Eltern sind normal geschallt)
- GSD IV: n/n (da Eltern n/n)
Klein Tinchen wurde mir in die Hand gelegt und mein Herz setzte einen Herzschlag aus, ich war verloren, Kalle ging es wohl ähnlich, denn es war sein Anliegen "die kleine Rockröhre" zu behalten.
Manchmal sind es nur wenige Augenblicke, die ein Leben verändern können .... mit Tinchen war so ein Augenblick gekommen.
Unsere Tina hat es faustdick hinter den Ohren. Es gibt nichts was sie nicht ausprobiert und wo sie mit der Nase dabei ist. Zudem redet sie gerne und auch recht viel.
Charakterlich gleicht Tinchen ansonsten eher ihrer Mama. Fremden Menschen gegen über anfangs reserviert und schaut sich lieber alles aus sicherer Entfernung an. Jedoch lässt sie sich in Minuten schnelle aus ihrem Versteck spielen, denn was besseres als "ihren Federwedel" gibt es nicht. Und beim Spiel kann es nicht wild genug zugehen. Uns gegenüber ist sie eine kleine Schmusemaus ..... aber typisch Mädel .... nur dann wenn sie will! Wenn sie jemanden liebt, gibt sie alles für ihn (besonders Nachts, kann man seinen Lieblingsmenschen platt trampeln um sich dann gemütlich auf einem niederzulassen). Sie hat sich einfach zu einer totalen Traumkatze entwickelt und ist gerne immer und überall mit dabei ....... wobei Frauchens Bett doch definitiv eines ihrer Lieblingsplätze ist.
Unsere Tina wuchs wirklich zu einem traumhaft schönen Silber-Törtchen heran. Auf ihren ersten Wurf, welchen wir einmalig mit Al Capones Casino Royale machen durften freuten wir uns wie wild, sollte es doch die erste Al Capones x Al Capones Verpaarung werden.
Anfänglich lief auch alles gut, Tinchen nahm prima zu, wurde runder und runder und hatte letztendlich fast 1,5 kg mehr auf den Rippen. Uns wurde schon ganz anders wenn wir unser kleines Tönnchen betrachteten. An Tag 59 der Schwangerschaft bemerkte ich jedoch einen starken Ausfluss. Also ab zum Tierarzt. Ein Röntgenbild zeigte uns 2 Föten (wir waren wirklich mehr als erstaunt) und ein Ultraschall zeigte uns, dass beide noch am leben waren. Wir entschlossen uns zum Kaiserschnitt, auch wenn wir nur 10% Chance hatten, die Kleinen am Leben zu erhalten. Wir blieben dabei zur Erstversorgung der Kitten. Noch während der OP rief mich unsere Tierärztin in den OP und was wir sahen, verschlug allen die Sprache. Die Katze war voller Eiter (daher wohl auch die enorme Gewichtszunahme). Beim Aufschneiden der Tuben kam uns der Eiter so entgegen (fast ein Becher voll) worin die Babys bereits schwammen. Der Entschluss Tina zu kastrieren stand sofort fest. Wir sind unsagbar froh, dass Tina u. auch die Zwerge die Geburt u. den Eingriff so gut überstanden haben. Nach ein paar Tagen bangen, alle 2 Std. füttern etc. waren dann auch unsere beiden kleinen Schätze über den Berg. Tina ist ihnen eine wirklich liebevolle Mutter gewesen, doch jetzt wird sie ihr Leben als Kastratin weiter genießen.
Ja so spielt es manchmal im Leben ...... Freud und Leid liegen wie in den meisten Fällen dicht beieinander.
Eigentlich sollte unsere Tina ja zu Al Capones Casino Royale ziehen, ja eigentlich und ja so war es geplant. Aber wie so oft im Leben gibt es Situationen wo wir noch so viel Planen können bis wir schwarz werden und dieses dann doch nichts bringt. Und so kam folgende Geschichte zu stande:
Tina zog wie geplant aus und unser weißer Casino war der glücklichste Kater der Welt. Er begrüßte Tinchen wirklich liebevoll und eigentlich hätte es nicht besser laufen können, da sich nicht nur Yvonne, sondern wie gesagt auch die Katzen merklich mit dem Einzug von Tina einverstanden waren. Aber ein jeder von uns hatte die Rechnung "ohne" Tina gemacht. Wir wussten zwar, dass unser Sensiblechen micht Sicherheit Anlaufschwierigkeiten bekommen würde, dass unser Schatz jedoch über Tage nicht nur das Futter, sondern einfach "Alles" verweigerte (sprich Wasser etc.) und richtige Panikattacken bekam, damit hatte keiner von uns gerechnet. Also was tun? Nach eininigem hin und her, Tina also wieder in den Kennel verfrachtet und "Heim" gebracht. Die Katze wurde schon auf der Fahrt merklich ruhiger, daheim angekommen, aus den Kennel raus auf ihre Mama Cira zugestiefelt, Köpfchen gegeben und Tina war wieder daheim. Es dauerte keine Minute und sie war einfach nur noch glücklich. Seit diesem Tag haben wir nun keine Katze sozusagen "mehr" im Haushalt, sondern haben einen Hund hinzugewonnen. Sie ist genau wie ihre Mama immer in meiner Nähe.
Nun ja, so kann es gehen. Manchmal hält das Leben eben "besondere Überraschungen" für einen parat.
Somit wird Tina nun also bei uns bleiben und ihr Leben bei uns als Kastrat genießen.
Ich danke Yvonne, Casi, Jule u.Luis ganz herzlich für die tolle Aufnahme von Tina, manchmal im Leben jedoch muss man wieder loslassen, denn man ist Machtlos wenn der andere nicht will. Danke, dass du sie wieder heim gebracht hast.



